Am 31. August 2011 · Kommentare deaktiviert für Fahrradtour
Ein bisschen später als geplant, weil müde, brechen wir zu unserer Fahrradtour auf, die uns den Walen noch näher bringen soll. Im Hostel leihen wir uns alte Mountainbikes zum Preis von neuen aus und machen uns auf den Weg. Es geht erst ein Stück der Hauptstraße entlang, dann Schotterpiste. Die Strecke ist weniger spannend, aber nach knapp eineinhalb Stunden erreichen wir den ersehnten Strand und werden belohnt.
Am Nachmittag besuchen wir noch ein nettes Museum, in dem wir einiges über die Meeresbewohner erfahren. Zudem gibt es einen der größten Tintenfische zu bestaunen, leider tot, wie das im Museum so üblich ist…
Anschließend gehen wir mal wieder zum Busbahnhof, um die nächsten Bustickets zu kaufen. 17 Stunden in den Süden und dann nochmal 4 Stunden wieder Richtung Norden. Eine Herausforderung für uns. So lange waren wir noch nicht am Stück unterwegs.
Am 30. August 2011 · Kommentare deaktiviert für Puerto Madryn, Argentinien
Die Nachtfahrt geht schnell vorüber und am nächsten Morgen kommen wir pünktlich um kurz nach sieben Uhr in Puerto Madryn an. Von unserem Abholservice fehlt jedoch jede Spur und so beschließen wir nach 30 Minuten Wartezeit durch die Stadt zu laufen und ein anderes Hostel zu suchen. Wir werden schnell fündig, können aber leider noch nicht ins Zimmer. Aber wir dürfen schon frühstücken und unsere Rucksäcke im Gepäckraum lagern. Obwohl wir noch bisschen müde sind, laufen wir zum berühmten Hafen. Die Gegend um Puerto Madryn ist berühmt für die Sichtung von Walen, Seeelefanten, Seelöwen und Pinguinen. Noch nicht richtig am Hafen angekommen, sehen wir schon von weitem die Flossen der sagenhaften Riesen. Wir laufen näher und ich kann es kaum glauben, so viele Wale in unmittelbarer Nähe zu sehen. Es ist ein unglaublich schönes Gefühl und auf einmal merke ich gar nichts mehr um mich herum. Weder den kalten Wind, noch den Regen, noch den Weg, den wir schon zurückgelegt haben. Ich komme aus dem Staunen nicht mehr heraus. Aber wie es immer so ist: „Why do all good things have to come to an end?“. Auch Wale können nicht den ganzen Tag dort rumschwimmen wo Touristen sie sehen können und so machen sie sich zur Mittagszeit dünn und verschwinden in die Weiten des unendlichen Ozeans.
Nachdem sie alle weggeschwommen sind und wir dann merken, dass wir doch ein bisschen verfroren sind, suchen wir uns eine Agentur, mit der wir die sich in der Gegend aufhaltenden Seelöwen besuchen können. Wir werden schnell fündig und der Plan steht. Heute noch Seelöwen und Seeelefanten ansehen und morgen eine Fahrradtour an einen Strand an dem die Wale fast zum Anfassen nah herankommen. Eine Stunde später werden wir im Hostel abgeholt und eine weitere gute Stunde später sind wir an einem anderen wunderbaren Strand. Es sind um diese Jahreszeit zwar nicht so viele Tiere die sich hier tummeln, aber für uns reicht es. Wir sehen ein paar Exemplare, von drei Riesen mit ca. 5 Tonnen Gewicht bis zu einem 2 Tage alten Baby.
Auf der Rückfahrt in die Stadt, fallen uns beiden die Augen zu. War halt doch eine lange Busfahrt. Wir wollen uns heute Abend noch eine Kleinigkeit zum Essen machen und früh ins Bett, damit wir morgen pünktlich zu unserer Fahrradtour aufbrechen können.